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Last Update: 30-Apr-2000

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Some thoughts about SD  /  Einige Gedanken zum SD

Rüdiger Adams, Solingen (Classteilnehmer bei den Düssel-Divers)

The Square Dance community is a funny people, so I read and am allowed to experience.

Because I read in the miscellaneous Bulletins (which I as the only student read regularly) over and over the complaints of some community members about the inadequate skills of dancers and callers, I wish to contribute - as a novice - also my experiences.

Me, that is a man in the best age of 49 years, at present MS-student and luckily blessed with the access to the treasure of years of experience of confirmed Square dancers.

This privilege is not possessed by many of my collegues, they are given a yellow book and race every Tuesday from 19 until 20.30 hours in order to attempt to be allowed to be a full member of the community.

The capacities of room and angels are limited and therefore following the class also the club-evening takes place, this lasts then until 21.00 hours.

It is not therefore surprising, that the students are not very willing or fresh, to watch idly for 1.5 hours for the opportunity to climb into the depths of SD and get to know the many unquestionably important adjuncts of Square dancing at the afterparty which MIGHT take place.

The start into chaos after the graduation is therefore unavoidable, but where could they do additional learning? Often, those little basic hints only have to be reinforced, i.e. “left is there, where the thumb is right” or “in SD you move yourself forward mostly” etc.

At a Student-special Thorsten Hubmann asked the question, how many students were present. Here and there was one to find and that was in a full hall before fantastic callers. Why?

Right, these specials are full of nearly perfect, also high-Level, dancers. How shall the “poor little mite” feel there? Who has mediated to him, that SD is a community, that neither turns up it’s nose nor exposes someone’s deficits? Nobody!

As a student and somebody, that should fill the Jamborees and specials, as somebody, that should promote the thought and the desire of Square Dancing,  I feel really lonesome regarding that which is outside the definitions of Square Dance.

We are children of our time, which usually is named “dog-eat-dog” society or “singles” society and we need the intercession of the social component of  Square Dance urgently.

I practise surely no kind of negative criticism to the club, the caller or the class members, because the thought of friendship and the reception through long standing club members is overwhelming, I think however, the training system should be revised, the jump out of the individual small world into the world of Square Dancing is a big one, only few can do it on their own.

The graduation hovers like a golden sword over our heads, it should be a special event.

Well, I am looking forward to it, but I have some doubts, that many, who had gone with me this way, also do it and I doubt even more, that they will continue the way: the expenses for the course will be “danced off”, at most they will visit a special and then SD will be filed under “experience made”.

Maybe it has anchored only in the Germans’ mentality, that one feels like a fool, if he/she is not perfect in control of something; maybe it is also a problem of age and one wants no longer be treated as a school-child, I cannot answer this question. Certain is only, that of many beginners only very few will continue.

That should give us food for thought.

Transl.: Editor


Die Square-Dance Gemeinde ist ein lustiges Volk wie ich lese und erleben darf.

Da ich in den diversen Bulletins (welche ich mir als einziger Classteilnehmer zu Gemüte führe) immer wieder die Klagen einiger Gemeindemitglieder über den mangelhaften Ausbildungsstand der Tänzer und Caller lese, möchte ich - als Neuling - auch meinen Erfahrungsbeitrag leisten.

Ich, das ist ein Mann im besten Alter von 49 Jahren, derzeit MS-Classteilnehmer und mit dem Glück gesegnet auf den jahrelangen Erfahrungsschatz eingefleischter SDler zurückgreifen zu können.

Dieses Privileg haben nicht viele von meinen Weggefährten, sie bekommen ein gelbes Buch in die Hand gedrückt und tigern jeden Dienstag von 19 bis 20.30 Uhr zum Versuch, ein vollwertiges Mitglied der Gemeinde werden zu dürfen.

Die Kapazitäten an Raum und Angels sind begrenzt und daher findet im Anschluss an die Class auch der Clubabend statt, dieser dauert dann bis 21.00 Uhr.

Es ist wohl nicht verwunderlich, dass die Classteilnehmer nicht sonderlich viel Lust und Frische aufbringen, 1,5 Stunden untätig zuzuschauen, um dann bei der VIELLEICHT stattfindenden After-Party  in die Tiefen des SD zu steigen, um die vielen unbestreitbar wichtigen Beigaben des Square-Dance kennenzulernen.

Der Nachgraduationstart ins Chaos ist also schon vorprogrammiert, aber wo sollen sie dazulernen? Oft sind es nur ganz kleine grundsätzliche Hinweise, die verstärkt erwähnt gehören z.B. dass „links da ist, wo der Daumen rechts ist“ oder „bei SD bewegt man sich in der Regel nach vorne“ usw.

Bei einem Student-Special stellte Thorsten Hubman die Frage, wie viele Students denn anwesend waren, vereinzelt war einer zu finden und das bei einem vollen Saal und phantastischen Callern. Warum?

Richtig, diese Specials sind voll von nahezu perfekten, bis hin zu High-Level-Tänzern. Wie soll sich der „kleine Wicht“ da fühlen? Wer hat ihm vermittelt, dass SD eine Gemeinde ist, die weder die Nase rümpft noch die Defizite an den Pranger stellt? Niemand!

Als Classteilnehmer und jemand, der die Jamborees und Specials bevölkern soll, als jemand, der den Gedanken und die Lust auf Square-Dance weitertragen soll, fühlt man sich recht einsam, wenn es um das geht, was außerhalb der Definitionen den Square-Dance ausmacht.

Wir sind Kinder unserer Zeit, welche allgemein als Ellenbogen- und Single-Gesellschaft anerkannt wird und wir brauchen dringend die Vermittlung der sozialen Komponente des Square-Dance.

Ich übe sicherlich keinerlei negative Kritik am Club, den Caller oder den Classteilnehmern, denn der Freundschaftsgedanke und die Aufnahme durch gestandene Clubmitglieder ist überwältigend, ich denke jedoch, dass das System der Ausbildung überdacht werden sollte, der Sprung aus der individuellen „kleinen“ Welt in die Welt des Square-Dances ist ein großer, den nur wenige aus eigenem Antrieb schaffen.

Die Graduation schwebt wie ein goldenes Schwert über unseren Häuptern, ein besonderes Ereignis soll es sein.

Gut, ich freue mich darauf, habe jedoch einige Zweifel, dass es viele, die mit mir diesen Weg gegangen sind, auch tun und noch mehr Zweifel hege ich, dass sie den Weg weitergehen werden: die Kosten für den Kurs werden abgetanzt, wenn's hochkommt noch ein Student-Special und dann heften sie SD unter „Erfahrung gemacht“  ab.

Vielleicht ist es ja auch nur in der Mentalität der Deutschen verankert, dass man sich meint zu blamieren, wenn man etwas nicht perfekt beherrscht, vielleicht ist es ja auch ein Problem des Alters und man will sich nicht mehr wie ein Schulkind gängeln lassen, ich kann diese Frage nicht beantworten. Sicher ist, dass von vielen Beginnern nur ganz wenige weitermachen werden. Das sollte zu denken geben.

    
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