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Last Update: 25-Oct-2001

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Recruitment / Nachwuchs

Done Heimisch, Daddytown Swingers, Jaywalkers

Once again, we have started to mess around with the Mainstream- and Plus programs. A few figures here, maybe a few figures there. The reason for this is to try to save Square Dancing in the US by shortening the MS program and having correspondingly shorter class periods. Over there they complain about no new blood.

Only a few years ago, in order to make the Mainstream program more interesting they wanted to integrate some Plus figures into the Mainstream program. All these are inconsiderate actions that will not achieve anything except tarnish the fun of Square Dance. In any case I am very annoyed about this dabbling. The lack of new blood will also become a problem here in our country.

Square Dance already has the possibility to attract newcomers by shortening the class period by using fewer figures. We have a Basic program, which can be learned within a short time frame.

So one doesn't have to mess around with existing programs, but rather decide to dance the material available. To some the name Basic is a thorn in their side (it really doesn't sound too exciting). Just simply name this program "Square Dance" and the other programs as before. But then the program has to be danced (and offered as a program).

The problem with recruitment cannot be solved either-way! The lack of interest is only based to a minor degree on our capability to learn. In order to get young people (up to approx. 12 years) into dancing it is sufficient when their parents accompany them. This group looks at their parents as a role model. In my opinion this group of dancers is not the problem, but rather youth and young adults of (approx. 12...30 (?) years).

These dancers don't join Square Dance clubs where - in their opinion - old folks dance in a circle or square to old-fashioned music. They also don't want to talk about illness, medicine, retirement fees and house renovations. They want to dance to modern, rhythmic music and normally they can move faster than a 50-year old.

They want to talk about apprenticeships, teachers, video clips, pop music, cars etc. It's not a problem to talk about such things occasionally but the "ever repeating topics" will always be different; and the tempo faster.

This doesn't mean that you cannot organize a common dance night, but the interests are, however, different in the long run. And this leads to clubs with a majority of old and younger dancers and (in future) maybe to youth groups in existing clubs; but only if the older dancers (and callers) recognize it and encourage the young people instead of blocking them with stubbornness and old-fashioned views.

The often-attested dance activity for old and young together surely exists in larger clubs. This however, will not become a standard; it can, however, set an example.

We will only get new dancers if we

  • give them ways to develop;
  • communicate with them; and
  • accept their ideas.

This also means the end of unreasonable dressing rules. We also don't wear clothes any longer that were in fashion decades ago.

Those who want to host a jamboree will curse the idea of an additional program. Although many participants want to dance "their program", it doesn't mean that the program has to be offered during the entire weekend. There are special events (e.g. IPAC 2003).

Proposal for jamborees: One hall with B and MS, one hall that covers the rest. The "One hall idea" is not acceptable because the scope of our hobby is too broad (B, MS, +, A, Round, Clogging, Line-Dance etc.).

I finally would like to point out that for young families the financial question has also to be considered when making decisions.

And: Just like people don't want to go bowling or snow boarding, not everybody wants to do Square Dancing.

This letter could be more precise and longer. It shall, however, be an inspiration and not a sermon.

If we all consider ourselves a little less important, we all will have more scope for development.

Transl.: Margot Wilhelm

Es wird wieder einmal am Mainstream- und Plusprogram herumgebastelt. Ein paar Figuren dorthin, einige andere vielleicht dahin. Als Grund wird angegeben, es wäre möglich durch ein kürzeres MS Programm und dadurch bedingt, eine kürzere Lernzeit, die SD-Szene in USA zu retten. Dort klagt man ja über mangelnden Nachwuchs.

Noch vor einigen Jahren wollte man einige Plus Figuren ins Mainstrem integrieren und dadurch das MS Programm interessanter gestalten. Das sind alles unüberlegte Handlungen, die nicht dazu geeignet sind, irgend etwas zu bewirken, außer vielleicht den Spaß am SD zu trüben. Ich ärgere mich jedenfalls sehr über diese Herumpfuscherei. Der fehlende Nachwuchs wird auch in unserem Land ein Problem werden.

Wenn man Neueinsteigern entgegenkommen und die Ausbildungszeit durch weniger Figuren kürzen will, bietet unser Tanz bereits diese Möglichkeit. Wir haben ein Basic-Programm, das in kurzer Zeit erlernbar ist.

Man muss also nicht an bestehenden Programmen basteln, sondern sich entschließen, Vorhandenes auch zu tanzen. Einigen ist vielleicht der Name "Basic" ein Dorn im Auge (klingt ja auch nicht aufregend). Bezeichnen wir dieses Programm in Zukunft einfach mit "Square Dance" und alle folgenden Programme wie gehabt. Nur - es muss dann auch getanzt (als Programm angeboten) werden.

Das Problem mit dem Nachwuchs löst aber die eine, wie die andere Möglichkeit nicht! Das mangelnde Interesse basiert nur zu einem geringen Teil auf dem Lernvolumen. Um ganz junge Tänzer (bis ca. 12 Jahre) zum Tanzen zu bewegen, genügt es, wenn sie mit den Eltern zum Tanzen / zur Class gehen. Diese Gruppe sieht noch das Vorbild der Eltern. Um diese Tänzer geht es meiner Meinung aber gar nicht, sondern es geht um die Jugendlichen und jungen Erwachsenen (ca. 12...30 (?) Jahre).

Diese Tänzer gehen in keinen SD Kurs, in dem aus ihrer Sicht Gruftis zu veralteter Musik im Kreis/Quadrat tanzen. Sie wollen sich auch nicht über Krankheiten, Medikamente, Renten und Hausrenovierungen unterhalten. Sie wollen den Square Dance tanzen zu moderner, rhythmischer Musik und sie können sich in aller Regel auch schneller bewegen als ein 50-jähriger.

Sie wollen reden über Ausbildung, Lehrer, Videoclips, Pop-Music, Autos usw.. Es geht nicht darum, sich nicht auch einmal über so ein Thema zu unterhalten, aber die "immer wiederkehrenden Themen" werden einfach unterschiedlich sein. Und das Tempo flotter.

Das heißt nicht, dass man nicht auch einen gemeinsamen Tanzabend gestalten kann, aber auf Dauer sind die Interessen jedoch verschieden. Und das führt zu Clubs mit überwiegend älteren und überwiegend jüngeren Tänzern und (in Zukunft) vielleicht zu Jugendgruppen in bestehenden Clubs. Aber nur, wenn die älteren Tänzer (und Caller) dies erkennen und die Jugend fördern und nicht durch Starrsinn und überholte Anschauungen bremsen.

Die viel beschworene Tanzaktivität für jung und alt gemeinsam gibt es sicher auch in einigen größeren Clubs, aber das wird kein Standard werden. Es kann aber als gutes Beispiel dienen.

Unser Nachwuchs an Tänzern wird nur kommen, wenn wir

  • ihm Entfaltungsmöglichkeiten geben,
  • auf die jungen Leute eingehen und
  • deren Vorstellungen respektieren.

Dies bedeutet auch Aufhören mit unsinnigen Kleidungsvorschriften. Auch wir ziehen nicht mehr das an, was vor Jahrzehnten Mode war.

Diejenigen, die ein Jamboree ausrichten wollen, werden die Idee mit dem "zusätzlichen Programm" verfluchen. Aber: viele Teilnehmer wollen zwar "ihr" Programm tanzen, aber das heißt nicht, jedes Programm das ganze Wochenende bereitzustellen. Dafür gibt es spezielle Veranstaltungen (z. B. IPAC 2003).

Vorschlag für Jamborees: eine Halle mit B und MS, eine Halle, in der alles andere abgedeckt wird. Die "Eine-Halle-Idee" ist nicht akzeptabel, weil unser Hobby zu breit gestreut ist (B, MS, +, A, Round, Clogging, Line-Dance, usw.).

Abschließend sei noch der Hinweis gestattet: Für junge Familien ist auch die finanzielle Frage mitentscheidend. Ein Babysitter ist nicht zum Nulltarif zu bekommen.

Und: So wie nicht jeder Kegeln will, oder Snow Board fahren, so wird auch nicht jeder Square Dance machen wollen.

Diesen Brief könnte man ausführlicher und länger gestalten. Es soll aber nur eine Anregung und kein Evangelium sein.

Wenn wir uns alle etwas weniger wichtig nehmen, bleibt für uns alle etwas mehr Freiraum.

 

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