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Last Update: 1-May-2002

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Social Evening / Gesellschaftsabend 1955

Hansjörg & Angelika, Editor

While riffling through the EAASDC archives, we discovered the translation of a newspaper article (see further down page) which we don't want to withhold from you, above all from those who strongly stick to the ‘traditional' or ‘appropriate' attire. We don't want to rouse a new discussion about ‘traditional' or ‘appropriate' Square Dance clothing. We just want to point out to you, how doubtful a few things are, which are preserved irresponsibly as ‘tradition'.

By courtesy of the archive of the ‘Frankfurter Rundschau' we have found the accompanying original article, which is printed here with permission of the editorial department of the FR. The reproduction from the microfilm of the archive was unsuitable for printing in the Bulletin, therefore the text has been re-typed. 

Beim Stöbern im EAASDC-Archiv sind wir auf die unten wiedergegebene Übersetzung eines Zeitungsartikels gestoßen, den wir Euch nicht vorenthalten wollten, vor allem denen nicht, die so sehr auf der "traditionellen" Kleidung beharren. Wir wollen keine neue Diskussion über "traditionelle" oder "angemessene" Square Dance Kleidung entfachen. Wir wollen nur darauf hinweisen, wie fraglich manches ist, was leichtfertig als "Tradition" hochgehalten wird.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Archiv der "Frankfurter Rundschau" haben wir den zugehörigen Originalartikel gefunden, den wir mit Genehmigung der Redaktion der FR hier auch abdrucken. Die Reproduktion aus dem Mikrofilm des Archivs war allerdings für die Wiedergabe im Bulletin ungeeignet, daher ist der Text neu geschrieben:


 

 


 
 
Wieder hatte Colonel D i l l e y , Standortkommandant der amerikanischen Garnison Frankfurt, alle deutschen und amerikanischen Bürger zu einem Gesellschaftsabend in das I.-G.-Kasino geladen.

Bei siedender Hitze und ebensolchen Rhythmen schwitzte man auf beiden Tanzflächen. Nur dabei kamen sich einige nahe. Ansonsten saß man hübsch getrennt an Tischen. Männer mit Bürstenhaarschnitt standen, Whiskygläser in der Hand, an der Wand entlang und musterten den Damenflor. Aus der Bar erklang "O, du schöner deutscher Rhein". Ein Conférencier gab alte Witze auf Sächsisch und "Bahnhofsenglisch" zu Gehör.

Eine amerikanische "Square Dance" (Volkstanz-Gruppe) ließ die gute, alte Jugendzeit von Onkel Sam lebendig werden.  Eine Tänzerin im roten Kleid trug kesse spitzenbesetzte Kniehosen - ebenfalls knallrot. Die blitzten beim Drehen - sollten sie auch -, und das war hübsch anzusehen.

Dixieland Music - mit einem guten Trompeter - warf einen winzigen Funken in die Völkerverständigung -, brachte sie aber nicht zum Aufflammen. Dazu waren die Säle viel zu groß . . .
*

Die Bemühungen der Amerikaner, den Deutschen bei geselligen Abenden näherzukommen, sind zweifellos höchst anerkennenswert. Doch sei der Vorschlag erlaubt, vielleicht zu diesen "Abenden der offenen Tür" jeweils auch einzelne Jugend- oder Berufsgruppen einzuladen. Sonst könnten vielleicht die in der Mehrzahl sein, an die eine solche Einladung eigentlich nicht gerichtet ist.

-jmb-

 

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