back to Bulletin Index
Last Update: 16-Nov-2002
Bulletin Nov 2002
Conception of legality of the Bavarian Ministry of Finance for organisations According to the statutes, many clubs and sports organisations have agreed upon additional working hours, which a member has got to complete. In the area of the EAASDC this may concern one club or the other. For members that can't complete these working hours, a certain amount of money is fixed, that the member has got to pay, if he is unable to do the hours of work requested. On the occasion of an external income tax examination at a flying club the responsible tax office came to the conclusion that the membership fee would reduce because of the completion of working hours. This would correspond to a cash value advantage, that is caused by an individual agreement of service. The consequence of this is that tax is to be paid on the working hours completed. Of course this conception of legality can't be approved of. Membership
fees are, not dependent on what name you give them, all contributions
that members make for a corporation that gets a tax relief (non-profit-making
oganization), in order to support the common goal. That is, by paying
membership fees Membership fees can consist of either financial or material obligations (working hours). Therefore we deal with real membership fees, for there's no service in return. Concerning tax an agreement of service does not exist, when the two characteristics "integration in the company's organism" and "being personally subject to directives" are given, but when these are based on a different legal justification of the civil law than the agreement of service. Members, whose work is a consequence of their membership and isn't done for the purpose of making money, are not employees. Here we lack the definite intention to make profit. See EFG 1986 p.494 and EFG 1987 p.524. Concerning industrial law a member is not subject to directives towards his club. Every member may decide on his own, if he prefers to do working hours or to pay the fixed amount of money. An employee, defined by matters of tax, owes his working power and can't be released from his duty by paying a certain amount of money. So the working hours done by members are not a cash value advantage and therefore not liable to tax. In the meantime this conception of legality has been confirmed by the Bavarian Ministry of Finance. Translation: Beate Meier |
Rechtsauffassung des Bayerischen Finanzministeriums pro Verein In vielen Clubs und auch anderen Sportvereinen werden laut Satzung neben dem allgemeinen Mitgliedsbeitrag noch zusätzliche Arbeitsstunden vereinbart, welche ein Mitglied zu leisten hat. Im Bereich der EAASDC dürfte dies für den einen oder anderen Club ebenfalls zutreffen. Für Mitglieder, welche diese Arbeitsstunden nicht leisten können, wird ein bestimmter Geldbetrag festgesetzt, den das Mitglied bei Verhinderung der Ableistung von Arbeitsstunden zahlen muss. Anlässlich einer Lohnsteueraußenprüfung bei einem Fliegerclub gelangte das zuständige Finanzamt zu der Auffassung, dass sich der Vereinsbeitrag durch die Ableistung von Arbeitsstunden verringere. Es handele sich hier um geldwerten Vorteil, der durch ein individuelles Dienstverhältnis veranlasst sei. Dies habe zur Folge, dass für die geleisteten Arbeitsstunden Lohnsteuer einzubehalten sei. Dieser Rechtsauffassung kann natürlich nicht gefolgt werden.
Mitgliederbeiträge sind, unabhängig von der jeweiligen
Bezeichnung, alle Beiträge, die Mitglieder an eine steuerbegünstigten
Zwecken dienende Körperschaft (gemeinnütziger Verein)
erbringen, um den gemeinschaftlichen Zweck zu fördern. D.h.
durch die Zahlung der Mitgliedsbeiträge wird Mitgliederbeiträge können sowohl in Geld als auch in Sachleistungen (Arbeitsstunden) bestehen. Hierbei handelt es sich um echte Mitgliedsbeiträge, denn es steht keine besondere Gegenleistung gegenüber. Ein Dienstverhältnis liegt steuerlich nicht vor, wenn zwar die Merkmale "Eingliederung in den betrieblichen Organismus" und "persönliche Weisungsgebundenheit" gegeben sind, ihnen aber zivilrechtlich ein anderer, sie überlagernder Rechtsgrund (Vereinsmitgliedschaft) anstelle des Dienstverhältnisses zugrunde liegt. Vereinsmitglieder, deren Tätigkeit (Arbeitsstunden) als Ausfluss ihrer Mitgliedschaft und nicht zu Erwerbszwecken erbracht werden, sind keine Arbeitnehmer. Hier fehlt es auch an der eindeutigen Absicht, Einnahmen zu erzielen. Vgl. EFG 1986 S.494 und EFG 1987 S.524. Das Vereinsmitglied ist gegenüber seinem Verein arbeitsrechtlich nicht weisungsgebunden. Jedes Mitglied kann frei entscheiden, ob es die Arbeitsstunden leistet oder den Geldbetrag hierfür bezahlt. Ein Arbeitnehmer im steuerlichen Sinne schuldet seine Arbeitskraft und kann sich nicht mit der Zahlung eines bestimmten Betrages von der Arbeitspflicht freikaufen. Die von den Mitgliedern erbrachten Arbeitsstunden stellen somit keinen geldwerten Vorteil dar und sind daher nicht der Lohnsteuer zu unterwerfen. Diese Rechtsauffassung wurde zwischenzeitlich vom Bayerischen Finanzministerium bestätigt. |