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Last Update: 03-Aug-2003

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The First Square Dance in Germany
Der erste Square Dance in Deutschland

Hartmut Heiber, Colonia Swingers

Until now we always thought that the first Square Dance in Germany took place in Bremen on July 16th 1949 in the rooms of the United Service Organisation (USO) known as Country Club. The Americans where stationed in Bremen> at that time in a administrative area of the US> occupying forces. The Caller Paul Hartman from Maryland, who worked in Hamburg for the US government, had called the first Square. That’s how I have described it in my article, "50 Years Square Dance in Germany" which was published in 1999 and can be found in the Internet:

Bisher waren wir davon ausgegangen, dass im Jahre 1949, am 16. Juli, in Bremen, in den Räumen der United Service Organisation (USO), bekannt als Country Club, der erste Square Dance in Deutschland stattgefunden hatte, denn in Bremen waren in einer administrativen Enklave der US-Besatzung die
Amerikaner stationiert, und dort hatte Caller Paul Hartman, der als Amerikaner aus dem Bundesstaat Maryland für die US-Regierung in Hamburg arbeitete, auch den ersten Square Dance gecallt. So habe ich es in meinem Artikel „50 Years Square Dance in Germany“, der 1999 erschien und im Internet nachzulesen ist, beschrieben:

http://www.ceder.net/ArticleCoOp/articles/german50.php3?s=3&c=4

oder

http://www.geocities.com/Nashville/1616/  (Rubrik "Clubzeitung")

However, when I did my most recent researches I came across an interesting article in the May edition of the American Square Dance magazine “Square Dancing”. There, a reliable witness from those times reports under the headline “A Most Unusual Square Dance” that indeed the first Square Dance in Germany had taken place already during World War II in a prisoner of war camp, sometime between 1942 and 1943.

The named witness is Jim Weskie from Lakewood, Colorado and he describes that unusual story on the occasion of the reunion meeting in 1985 in Colorado to celebrate the 40th anniversary of that Square Dance event.

And here is the Story:

At the height of the Second World War a show or presentation was ordered in the heart of Germany. The location was a prisoner of war camp some miles south of Berlin. Jack Bennett, a Square Dance Caller from Denver and prisoner of war of the Germans, was asked periodically to visit shows put on by the imprisoned British RAF (Royal Air Force) officers who were kept at the same camp. At one time, it was the turn of the American officers to organise the show, and it was Bennett’s idea to perform a Barn Dance and to invite the British prisoners of war as their guests.

But where were the girls? Of course, there were very few or no female prisoners of war (a well-known shortage you could say), and so the commanding officer selected a group of American prisoners and ordered them to play the female part.

In trying to establish good public relations and to create publicity, the Berlin Opera House supplied costumes for the German Wehrmacht. Also musical instruments were needed, and the best way to get them was to borrow them from the Berlin Symphony Orchestra. 

The first show was a great success and so further “Barn Dances” were performed and it is really a question of whether the performers or the audience had more fun doing this.

Bennett and his wife Lorraine, who have many happy memories of the Dance Nights with Lloyd "Pappy" Shaw, still enjoy dancing in Squares and look forward to a most unusual 40th anniversary. 

Translation: Claudia Burger

Die neuere Quellenforschung ließ mich jedoch auf einen interessanten Beitrag stoßen, der in "Square Dancing", der US-amerikanischen Square Dance-Zeitschrift, in der Ausgabe vom Mai 1985 erschien. Dort wird unter dem Titel „A Most Unusual Square Dance“ (Ein sehr ungewöhnlicher Square Dance) tatsächlich von einem glaubwürdigen Zeitzeugen beschrieben, daß der wohl erste Square Dance in Deutschland bereits mitten im Zweiten Weltkrieg stattfand, und zwar 1942 oder 1943 in einem Kriegsgefangenenlager.

Der genannte Zeitzeuge ist Jinx Weskie aus Lakewood, Colorado, und er beschreibt diese ungewöhnliche Geschichte anläßlich eines Wiedersehenstreffens 1985 in Colorado zum 40jährigen Jubiläum dieser Square Dance-Veranstaltung.

Hier ist diese Geschichte:

Es gab auf der Höhe des Zweiten Weltkrieges im Herzen Deutschlands eine befehlsmäßige Aufführung bzw. Veranstaltung. Der Ort war ein Kriegsgefangenenlager einige Meilen südlich von Berlin. Jack Bennett, ein Square Dance Caller aus Denver und Kriegsgefangener der Deutschen, wurde öfters gebeten, eine Vorführung der gefangenen englischen Offiziere der RAF (Royal Air Force) zu besuchen, die im selben Lager einsaßen. Es kam die Zeit für die gefangenen amerikanischen Offiziere, die Aufführung zu organisieren, und Bennett hatte die Idee, einen Barn Dance (Scheunentanz) zu veranstalten und die englischen Kriegsgefangenen als Gäste einzuladen.

Aber wo waren die Mädchen? Natürlich gab es Knappheit (ein aktueller Mangel könnte man sagen) an weiblichen Gefangenen, so wurde auf Befehl des kommandierenden Offiziers eine Gruppe der amerikanischen Gefangenen ausgewählt und überzeugt, die Rolle der Damen zu tanzen.

Auf der Suche nach guten öffentlichen Beziehungen und Werbewirksamkeit bekam die deutsche Wehrmacht Kostüme aus dem Berliner Opernhaus. Für die musikalische Begleitung benötigten sie Instrumente, und welche bessere Möglichkeit gab es, sie von den Berliner Symphonikern zu erhalten.

Die Aufnahme der ersten Aufführung war so günstig, dass eine Zahl weiterer „Scheunentänze“ geboten wurde, und es war wahrscheinlich die Frage, ob die Aufführenden oder die Zuschauer die Vorführung mehr genossen.

Bennett und seine Frau Lorraine, die glückliche Erinnerungen an die Tanzabende mit Lloyd „Pappy“ Shaw haben, genießen noch das Tanzen im Quadrat und freuen sich auf eine äußerst ungewöhnliche 40-Jahres-Feier.

 

 

 

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