EAASDC Bulletin März 2005
Zum Nachdenken
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The four Columns of Squaredance : Friendship, Duty,
Democracy; Fun / Die 4 Säulen des Squaredance :
Freundschaft, Pflicht, Demokratie, Spaß
Joachim Stellmach, Präsident des Dip-N-Divers SDC München
(Reprint from / Nachdruck aus: Dip-N-Divers Newsletter, Nr. 162, Dez. 2004)
“Leave me in peace, I want to have fun
dancing. And if you criticise me, then
you’ve lost the principle of friendship”.
Why are such phrases so ill-founded,
even dangerous? Will they put the exis-
tence and congeniality of a square
dance club into question, and eventually
destroy it? That is to say, will we no
longer able to accept one another in a
square? Once upon a time, before to-
day’s organised fun, there existed a
principle which fell within the two ex-
tremes of selfishness and positivism,
which seems to have fallen largely into
oblivion, namely the principle of fair-
ness. Another way of putting it: “Do
unto others as you would be done by”.
Analogously, Sartre once said: “Personal
freedom ends where the freedom of
others begins”. There are many ways to
say it. Every so often I remember the
words of one of my former German
teachers, who, shortly before the Abitur
(GCEs/CSEs), advised us with a wink:
“After this you’ll all be free, but you can
use your freedom in many ways, e.g. you
can take yourself off to a desert island
and piddle under the one palm tree
there ( we were a class full of boys!).
But if you’re unlucky, the tree will fall
on your head!”. What he was trying to
say to us became clear to me many
years later. There is no such thing as
total freedom, just as there is no such
thing as absolute fun, if the other per-
son is indifferent to me. Only if the two
of us together are having fun, then will
„Lass mich doch in Ruhe, ich will beim Tan-
zen meinen Spaß haben. Und wenn Du mich
kritisierst, verletzt Du das Prinzip der
Freundschaft.“ Warum sind eigentlich solche
Sätze so fragwürdig, ja sogar gefährlich? Wird
durch sie das Auskommen und Zusammenle-
ben in einem Squaredance Club nicht auf ge-
fährliche Weise in Frage gestellt und letztlich
kaputt gemacht? Heißt das etwa, dass wir uns
nicht einmal mehr in einem Square ein biss-
chen gegenseitige Anerkennung zukommen
lassen können? In früheren Zeiten, den Vor-
zeiten der heutigen Spaßgesellschaft, galt ein
Prinzip welches im Rahmen des Egoismus
und Positivismus weit gehend in Vergessen-
heit geraten zu sein scheint, nämlich das Prin-
zip der Billigkeit. Zusammengefasst könnte
man etwa so sagen: „Was Du nicht willst, das
man Dir tu, das füg auch keinem Anderen
zu“.
Sartre hat sinngemäß gesagt: „Die persönliche
Freiheit hört da auf, wo die Freiheit des An-
deren anfängt.“ Man kann das Ganze auch
lustiger formulieren. Ich erinnere mich noch
ab und zu an die Worte meines ehemaligen
Deutschlehrers, der uns kurz vor dem Abitur
Augen zwinkernd belehrte: „Demnächst seid
ihr alle frei, aber ihr könnt eure Freiheit in
verschiedenster Weise nutzen, z.B. kann man
sich auf eine einsame Insel begeben und dort
gegen den einzigen Baum pinkeln (wir waren
eine reine Jungenklasse!). Allerdings, wenn ihr
Pech habt, fällt euch die Palme dann auf den
Kopf. !“ Was er uns damit sagen wollte ist mir
wie so vieles erst später klar geworden. Aber
die absolute Freiheit gibt es ebensowenig wie
den absoluten Spaß, d.h. wenn mir der Ande-