Bulletin 11/99
| In 1879 C.T. De Witt published a book titled:
Cartier and Baron's practical illustrated waltz instructor, ball room guide,
and call book. Giving ample directions for dancing every kind of square
and round dances, together with cotillons--including the newest and most
popular figures of "the german." :
About styling The gentleman prior to engaging in the dance, places himself in front of his partner, a little to her right, encircles her waist with his right arm, supporting her firmly, yet gently, and holds her right hand with his left, extending it nearly to the height of his waist, slightly bent at the elbow. The lady's left hand should rest lightly upon her partner's left shoulder, while the right arm should be extended nearly straight with the palm of her hand turned downward. The gentleman then places the inner side of the fingers of his left hand against the inner side of the fingers of the lady's right hand. The gentleman being at all times responsible for the guidance of his partner he should, therefore, use the greatest precaution against colliding with other couples. He should regulate the proper distance to be maintained between himself and his partner, neither holding her so close as to impede her freedom of action, nor stand too far aloof, which would prevent his rendering her sufficient support. The lady should allow herself to be entirely guided by her partner, without in any case endeavoring to follow her own impulses. In all the round dances, the lady commences with the right foot and the gentleman with the left. Both dancers should turn their heads slightly to the left, overlooking one another's shoulders. About etiquette At a private party a gentleman may offer to dance with a lady without an introduction; at balls the rule is different, and a gentleman should be introduced either by the floor manager or the lady's escort. This introduction is for the mere purpose of dancing, and does not entitle you to claim her acquaintance afterwards. A lady who declines dancing with a gentleman should afford him some reason. Never wait until the signal is given to take a partner, for nothing is more impolite than to invite a lady hastily, and when the dancers are already in place, this can be allowed only when the sets are incomplete. Gentlemen should dance the first set with the ladies under their escort. Among persons not previously acquainted, the acquaintance ends with the dance; and if a gentleman desires to dance a second time with the same lady, he must be presented again; and unless the lady indicates otherwise, he has no claim to her recognition at any subsequent time or place. The proper head of the ball room is generally opposite or furthest from the main entrance. Many suppose it to be nearest the orchestra; this is an error, for the orchestra is sometimes on the side, or over the entrance of large ball rooms, but the head is never at either of these places. When the entrance is on a side of the room, custom determines which end, to the right or left of it, is the head. At private houses there is no established rule for determining the head. It may be near the front windows or at the opposite end, at the option of the master of ceremonies. Never attempt to stand up in a Cotillion without knowing something of the figure. Do not kick or caper about nor sway your body to and from: lead your lady gently, only by the fingers, not to grasp her hand. It is a breach of etiquette, when dancing, to leave one set to join another, except when the change is occasioned by mistakes as to the pre-occupancy of place. Rather than dispute as to the pre-occupancy of place. it is better to withdraw from the set. During the dance, all should be exclusively devoted to their partners, and never allow themselves to keep up by conversation or the telegraph of the eye and face, a communication with others. Even those persons who are familiar with all the formalities of fashionable society, are often the worst offenders against the common decencies of life. It is very impolite and insulting in either lady or gentleman, while dancing in a quadrille, to mar the pleasure of others by galloping around or inside of the next set. A lady should never engage herself more than for the following set, unless by the consent of the gentleman who accompanies her.
Modern Round Dancing is certainly more complex in structure today. There are over 700 moves on the list of moves. However, the rules of engagement, etiquette wise, were certainly more complicated than today in the nineteenth century. |
Im Jahre 1879 veröffentlichte C.T. de Witt
ein Buch mit dem Titel: "Cartier und Barons praktischer illustrierter Walzer-Lehrer,
Ballsaal-Führer und Call-Buch. Ausführliche Anleitungen für
jede Art von Square und Round Tänzen, außerdem Cotillons - einschließlich
der neuesten und populärsten Figuren des ‚Deutschen‘ Tanzes":
Über die Tanzhaltung Bevor der Tanz beginnt stellt sich der Herr vor seine Partnerin, etwas zu ihrer Rechten, umfaßt ihre Taille mit seinem rechten Arm, unterstützt sie fest, aber sachte, und hält ihre rechte Hand mit seiner linken indem er sie fast auf Höhe seiner Taille hebt, den Ellbogen leicht gebeugt. Die linke Hand der Dame sollte leicht auf der linken Schulter ihres Partners ruhen, während der rechte Arm fast gestreckt sein sollte, mit der Handfläche nach unten. Der Herr legt dann die Innenseite der Finger seiner linken Hand gegen die Innenseite der Finger der rechten Hand der Dame. Da der Herr zu jeder Zeit verantwortlich für die Führung seiner Partnerin ist, sollte er die größte Vorsicht walten lassen, nicht mit anderen Paaren zusammenzustoßen. Er sollte auf den korrekten Abstand achten, der zwischen ihm und seiner Partnerin einzuhalten ist; sie weder so eng halten, daß er ihre Bewegungsfreiheit behindert, noch sich so weit fernhalten, daß es ihn hindert, ihr genügend Unterstützung zu leisten. Die Dame sollte sich völlig von ihrem Partner führen lassen und in keinem Fall versuchen, ihren eigenen Impulsen zu folgen. In allen Round Dances beginnt die Dame mit dem rechten Fuß, der Herr mit dem linken. Beide Tänzer sollten ihren Kopf leicht nach links drehen und über die Schulter des anderen blicken. Über das Benehmen Bei einer privaten Gesellschaft darf ein Herr eine Dame zum Tanz auffordern, ohne ihr vorgestellt worden zu sein; auf Bällen gilt diese Regel nicht: ein Herr muß entweder entweder vom Veranstalter oder vom Begleiter der Dame vorgestellt werden. Diese Vorstellung dient ausschließlich dem Tanz und berechtigt Dich nicht, Dich später auf ihre Bekanntschaft zu berufen. Eine Dame, die einem Herren einen Tanz abschlägt, sollte ihm eine Erklärung dafür geben. Warte niemals bis die Aufforderung zur Partnerwahl erschallt, nichts ist unhöflicher als eine Dame hastig aufzufordern; dies ist nur dann erlaubt, wenn die anderen Tänzer sich bereits aufgestellt haben und die Sets noch unvollständig sind. Herren sollten die erste Runde mit den Damen in ihrer Begleitung tanzen. Zwischen Personen, die nicht bereits zuvor miteinander bekannt waren, endet die Bekanntschaft mit dem Tanz. Wenn ein Herr ein zweites Mal mit der selben Dame zu tanzen wünscht, muß er erneut vorgestellt werden; er kann nicht erwarten, daß sie ihn bei späterer Gelegenheit wiedererkennt, außer die Dame gibt das Gegenteil zu erkennen. Die Kopfseite des Saales (Head Position) ist normalerweise gegenüber oder am entferntesten vom Haupteingang. Viele nehmen an, sie sei nächst dem Orchester; das ist ein Irrtum: das Orchester ist manchmal an der Seite oder über dem Eingang großer Ballsäle, aber die Kopfseite des Saales ist niemals an einer dieser Stellen. Wenn der Eingang an der Seite des Saales ist, entscheidet die Gewohnheit, ob die Kopfseite links oder rechts ist. In Privathäusern gibt es keine feste Regel, wo die Kopfseite ist. Sie kann am Frontfenster liegen oder entgegengesetzt, je nach Wunsch des Zeremonienmeisters. Versuche niemals, Dich zu einem Cotillon aufzustellen, wenn Du nicht etwas über die Figuren weißt. Strample und hüpfe nicht herum und schwenke Deine Körper nicht vor und zurück: führe Deine Dame sachte, nur an den Fingern, greife nicht nach ihrer Hand. Es ist ein Verstoß gegen das gute Benehmen, während des Tanzens einen Set zu verlassen, um bei einem anderen weiterzumachen, außer wenn dieser Wechsel durch einen Fehler verursacht wurde, z.B. wenn der eigene Platz plötzlich besetzt ist. Es ist besser, sich aus diesem Set zurückzuziehen, als über die Fehlbesetzung des Platzes zu diskutieren. Während des Tanzes sollten sich alle auf ihre Partner konzentrieren und sich niemals gestatten, sich durch Gespräche oder Blickkontakte mit anderen ablenken zu lassen. Gerade die Personen, die mit all den Formalien der modernen Gesellschaft vertraut sind, sind oft die schlimmsten Angreifer auf die üblichen Anstandsformen des Lebens. Es ist sehr unhöflich und beleidigend sowohl für Damen als auch für Herren, während einer Quadrille die Freude der anderen zu verderben indem man um oder durch den nächsten Set galoppiert. Eine Dame sollte sich selbst nie zu mehr als dem nächsten Set verpflichten, außer in Übereinkunft mit dem Herren ihrer Begleitung.
Moderner Round Dance ist heutzutage bestimmt komplexer: es stehen über 700 Figuren auf der Liste. Allerdings waren die Regeln zum Auffordern und für den Benimm im 19. Jahrhundert sicher komplizierter als heute. Übers.: Editor |