EAASDC-Logo
            
European Association
of American Square Dancing Clubs e.V.

 
Friendship is Square Dancing's greatest reward
      
 

 
   

EAASDC-Bulletin Dezember 2010

Leserbriefe

Wow, was war denn das am 31.10.10, In Walldürn?
Barbara Kittling, Kerstin Kinzl, Nicolette Burger und Jens-Erik Paul,
SD4Fun Travellers

Die SD4Fun Travellers haben ihren ersten Clubabend in Walldürn veranstaltet. Um Euch einen Eindruck vom Geschehen zu geben, lassen wir hier einige Beteiligte zu Wort kommen:

„Normalerweise komm ich einmal im Jahr, meist im August, zum Einsatz. Hab mich daher schon gewundert, als Sepp mich nun Ende Oktober aus dem Regal holte. Kerstin legte mich in ihr Auto und fuhr mit Waltraut und mir fast 300 km nach Walldürn.

Dort angekommen, durfte ich bei schönem Wetter aus dem Auto und in den Vorraum einer mir unbekannten Halle. Nun folgte das Übliche: Deckel runter, Wasser einfüllen, Filtereinsatz mit Kaffee reinstellen, Deckel wieder rauf, Stecker in die Steckdose und Schalter auf 'Ein'. So, Kaffeemaschine, dann mach mal!

Und was spielte sich da vor mir ab? Die Mitglieder der SD4funTravellers trugen einen Kuchen nach dem anderen an mir vorbei. Andere brachten Getränke. Schilder wurden aufgehängt. Tische und Stühle zurecht gerückt. Dann stellte mir einer eine große Schwester zur Seite, welche auch bald darauf begann, Kaffee zu kochen. Wer brauchte denn so viel Kaffee? Ich reichte doch völlig für die paar Personen, die hier waren.

Und dann: Ein Tänzer nach dem anderen betrat die Halle. Eine schier unendliche Menge an netten Menschen lief an mir vorbei. Wie hieß die Halle noch mal? Ach ja, alles klar: „Haus der offenen Tür“. Was wird das denn? Ahh - der 1. Clubabend der SD4funTravellers.“

„Liebe Kaffeemaschine, mir ging’s nicht anders als dir. Ich hab mitbekommen, dass der ‚Old America Country SDC’ meine Räume für einen anderen Club gebucht hatten. Na was wird das denn werden? War ich überrascht, was die SD4Fun Travellers alles mitgebracht hatten. Wer sollte denn die vielen leckeren Kuchen essen?. Kurz nach 14 Uhr war mir klar, wer die essen sollte. So viele Squaredancer hatte ich noch nicht gesehen und es kamen immer mehr. Alle wollten nur eins - tanzen! Die Stimmung war den ganzen Nachmittag absolute Spitze.“

„Auch wir Tortenheber hatten uns auf einen gemütlichen Kaffeeklatsch gefreut, ja denkste! Stattdessen hieß es, im Akkord Kuchen auf Teller schaufeln. Man, soviel haben wir schon lange nicht mehr gearbeitet.“

„Na ihr beiden, meint ihr vielleicht, mir erging´s besser? Bin ja gewöhnt, mit meiner Besitzerin quer durch Deutschland zu fahren. Also warum auch nicht am Sonntag? Ist in meinem Leben als Friendshipbook nichts Ungewöhnliches. Aber was ich da in Walldürn erlebt habe, ist mir noch nie passiert.

Ich lag, wie meist, auf einem Tisch. Meine Besitzerin hatte mich wie immer da abgelegt. Normalerweise bekomm’ ich dann einen Stempel und eine Unterschrift, und werde dann irgendwann wieder abgeholt. Andere Friendshipbooks kommen hin und wieder auch vorbei. Viele sind wir aber meist nicht. An diesem Clubabend war alles anders. Da wir so früh da waren, wurde ich ziemlich schnell ‚abgefertigt’. Und dann: eine solche Menge an Friendshipbooks hab ich noch nie auf einem Haufen gesehen! Es war toll, seine Freunde wiederzutreffen. Manche hatte ich schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen.“

„Man, war das ein Stress! Das muss man sich mal vorstellen! Ich bin ja noch ganz neu, klein, aus Holz, unten mit einer Gummimasse versehen. Erst hatte ich ja etwas Minderwertigkeitsgefühle bei meiner Herstellung, weil ich doch so klein bin. Aber in Walldürn habe ich gemerkt, dass das bei mir genau so sein muss. Ich wurde gemacht, um ganz wichtige Hefte zu stempeln, wo meistens schon andere Stempel ihre Abdrücke hinterlassen haben. Aber dann ging es richtig los. Immer mehr und immer mehr musste ich stempeln. Von dem ganzen Hin und Her zwischen Stempelkissen und diesen Heften wurde mir ganz anders. Ich habe echt voll den Überblick verloren, wie oft ich meinen Abdruck, der übrigens SD4Fun Travellers heißt, irgendwo hin gedruckt habe. Am Schluss war ich total am Ende. Zum Glück soll ich jetzt erst mal geschont werden, bis zum 16. April. Den Urlaub brauche ich auch nach diesem Großeinsatz – immerhin bin ich das so ja noch gar nicht gewöhnt. Aber auf das nächste Mal freue ich mich schon. Da wird es zwar vielleicht wieder so anstrengend für mich, aber ich habe gehört, ich bekäme da dann Gesellschaft von einem Kollegen, nämlich vom Clubstempel des „Russian Vodka Travel Club“. Und gemeinsam ist doch jede Anstrengung gleich halb so schwer - oder?“

„Eigentlich habe ich immer davon geträumt, bei einem romantischen Essen zu erstrahlen, mich in den funkelnden Augen von zwei verliebten Menschen zu spiegeln, die einzig richtige Beleuchtung dafür zu sein. Das ist doch das Höchste für Kerzen wie mich. Endlich war der Moment da: ich wurde ausgepackt, ein Streichholz entflammte, mein Docht wurde angezündet - doch was war das denn? Das war kein festlich gedeckter Tisch, hier war alles gefliest! Ich mochte es nicht glauben: ich stand auf einer Toilette und einer der Männer sagt irgendwas von einem Stromausfall hier unten. Andere witzeln, dass es ja bis Weihnachten nicht mehr weit ist. Sollte es das gewesen sein? Aber es hatte auch was Gutes: wer weiß, wie groß das Chaos hier gewesen wäre, hätte ich mich nicht für eine so wichtige Aufgabe geopfert.“

„Gestatten, Zahn, Graf Zahn von Kürbis, ich durfte, mit meinem Kumpel, das Geschehen von der Bühne aus beobachten. Wir wurden ausgehöhlt zum Gruseln, aber gegruselt hat sich niemand. Stattdessen hat man uns auf eine Empore gestellt. Und vor uns haben Menschenmassen im Quadrat getanzt. Ich hatte meinen Spaß daran. Auch daran, dass es doch hin und wieder vorkam, dass nicht alle an ihren Ursprungsort zurück kamen...“

„Ach ja: Ursprungsort. Ich, das Hemd des Präsidenten, hab beim Aufräumen gemerkt, das mein Informant, das Bulletin der SD4funTravellers, nicht mehr da war. Das wird uns doch nicht schon vorausreisen? Na, mal sehn, was es uns berichtet von seiner hoffentlich aufregenden Reise. Man trifft sich?“

Soweit einige Berichte der Beteiligten. Wir bedanken uns bei allen, die da waren. Mal sehen, was es nach dem nächsten Clubabend am 16.April 2011 in Lützen bei Leipzig zu berichten gibt.

Wir bleiben dran!

www.sd4fun-travellers.de

Nach oben