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European Association
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EAASDC-Bulletin Juni 2011

Leserbrief

Leserbrief zum Artikel „quo quadis bulletin“ Mai 2011
Hartmut Heiber, Colonia Swingers

Zum Artikel „quo quadis bulletin“ (müsste es nicht eher heißen „Quo vadis, Bulletin?“) möchte ich Stellung nehmen, weil ich alle Vorwürfe und Kritik von Stefan Burger nicht nachvollziehen kann.

Sicher kommt hier und da mal ein alter Artikel im Bulletin zum Wiederabdruck, der oft vor zehn, zwanzig Jahren oder mehr bereits geschrieben wurde, aber ist die Problematik und das Thema nicht oft heute noch aktuell bzw. die gleiche wie damals? Außerdem ist zu bedenken, dass seit dieser Zeit meist neue Tänzer zum Square Dance gestoßen sind und diesen Artikel noch nicht gelesen haben, ihn also genau so interessant und aktuell wie damals empfinden können. Sie werden sicher nicht zuerst auf das ursprüngliche /Jahr des Verfassens schauen.

Dass heute kaum noch Leserbriefe und Beiträge an Printmedien mehr geschrieben werden, kann ich nicht finden. Wenn sie auch nicht mehr als Brief mit der gelben Post abgeschickt werden, sondern immer mehr als elektronische Post, also als e-mail, so werden sie doch auch noch an die Medien gerichtet, die diesen „Brief“ dann auch abdrucken, wenn er auch zum angesprochenen Thema eine Aussage macht.

Es ist richtig, dass unsere Zeit schnelllebiger und damit auch oberflächlicher geworden ist, das wird wohl niemand bestreiten, aber man muss auch sehen, dass die Nutzung der verschiedenen Medien, ob elektronisch oder gedruckt, auch abhängig ist vom Alter der Nutzer.

Ich denke, dass die mittlere und ältere Generation immer noch mit Leserbriefen etwas anfangen kann, dagegen die jüngere Generation, die mit Computern und EDV aufgewachsen ist, mehr zu den „schnellen Medien“ neigt, wozu auch Internet, Blogs und SMS gehören.

Ich denke, dass dennoch Leserbriefe und gedruckte Beiträge, auch wenn sie 2 – 4 Wochen nach Einsendung erscheinen, ihre Daseinsberechtigung haben. So aktuell und wichtig sind diese Dinge selten, dass sie unbedingt zeitnah abgedruckt werden müssen. Für zeitnahe Informationen ist natürlich das Internet jederzeit vorhanden, und auch die EAASDC nutzt ja dieses Medium in vollem Umfange. Dennoch sollte sie weiterhin „zweigleisig“ fahren, was sie ja seit langem tut.

Ich persönlich freue mich immer, achtmal im Jahr das blaue Heft des Bulletin zu erhalten, weil es kein flüchtiges Medium ist und weil ich gern hineinschaue. Ich habe alle Hefte seit dem Beginn unserer „Square Dance-Karriere“ 1989 archiviert und schaue auch immer wieder mal gern in die alten Hefte. Sicher ist die Reduzierung der Druck- und Versandkosten ein Argument, das zu Buche schlagen kann, wenn die Kassenlage mal kritisch wird, aber glücklicherweise ist die EAASDC meines Wissens in diesem Punkt nicht gefährdet.

Nicht zu vergessen ist auch: Wer nimmt nicht gern das gedruckte Club Directory, das viermal im Jahre erscheint, in die Hand und auch mit auf Reisen, wenn es darum geht, schnell eine Tanzadresse oder anderes zu ermitteln. Hierauf möchte ich jedenfalls nicht verzichten.

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