Seminar des Youth Team – Fall Round Up 2018

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Im Folgenden möchten wir mit euch einige Ideen und Gedanken teilen, wie sich absolute „Neulinge“ für unsere Tanzarten gewinnen lassen. Dafür hat sich das Jugendteam einige Gedanken gemacht und diese auf dem Fall Round Up 2018 in einem Seminar mit anschließender Diskussion vorgestellt. Das Folgende ist eine Zusammenfassung dieses Seminars und einiger Punkte aus der Diskussion. Vor allem soll es um Denkanstöße gehen, wie man „absolute Neulinge“ leichter für eine Class gewinnen kann. Sprich Leute, die noch nie von SquareDance, Round Dance, Clogging oder Contra gehört haben. Soweit hier Beispiele genannt sind, handelt es sich um Square Dance Begriffe. Alle Konzepte lassen sich aber für alle Tanzarten anpassen.

Zwei Konzepte für Kinder, Jugendliche und junge Leute

1. Tanz in Schulen

a. Konzept

  • Tanzen als Schul-AG
  • V.a. in Ganztagsschulen gut einsetzbar
  • Möglichkeit Kinder und evtl. die Eltern für unser Hobby zu gewinnen
  • Vorteile, die gegenüber der Schule genannt werden können: Fördert das Gemeinschaftsgefühl, die räumliche Orientierung und die Englischkenntnisse der Kinder

b. Weitere Hinweise / Tipps

  • Es muss eine engagierte Gruppe geben, die die AG leitet. Man geht gegenüber der Schule eine Verpflichtung ein, die Kinder zu betreuen.
  • Es müssen formale Regeln eingehalten werden, die mit der Schule im Einzelfall zu klären sind.
  • Je nach Altersgruppe ist das Konzept entsprechend anzupassen.
  • Eine Aufführung auf einem Schulfest vor Start der AG und auf weiteren Schulfesten ist sehr sinnvoll. (Vorher: Werbung machen, Danach: die Kinder können zeigen, was sie gelernt haben)

c. Ansprechpartner

Joachim Kroll: kroll.joachim@t-online.de
weiter Infos gibt es auch auf der EAASDC-Seite zu Tanzen in Schulen.

2. Crash Classes / Ferienkurse

a. Konzept

  • Ziel: An 1-2 Wochenenden oder in einer Ferienwoche in Square Dance rein schnuppern
  • Basic-Level ist an 1 WE realistisch, alles weitere nur wenn die Teilnehmer mehr wollen und können
  • Guter Zeitpunkt: direkt vor Student Jamboree oder anderem Basic-Special. So können die Teilnehmer sofort die Erfahrung der Gemeinschaft auf einer großen Veranstaltung machen und sehen, was Tanzen noch alles bedeuten kann.
  • Anschließend Einbindung der Teilnehmer in Club oder laufende Class wenn möglich
  • Wenn keine Class läuft evtl. weitere Übungs-Wochenenden oder Abende anbieten um MS zu lernen und zu festigen (evtl. als Workshop gestalten und den ganzen Club dazu einladen)

b. Weitere Hinweise / Tipps

  • Zielgruppengerechte Werbung machen! (evtl. an Unis und Schulen werben)
  • Passende Bezeichnung wählen!
    • auf keinen Fall Crash-Class (sagt Nicht-Tänzern nichts)
    • besser: Crash-Kurs oder Schnupperwochenende
  • „Gesamtpaket“ vermitteln, inklusive Afterparties etc.

c. Ansprechpartner

Annika Saeftel: annikasaeftel@web.de
Philipp Aff: Philipp.aff@gmx.de

Zwei Konzepte für Alle

1. Kurzclasses

a. Konzept

  • Class in mehrere Teile unterteilen
  • Z.B. 10 Abende als „Beginner-Class“ bis Basic Level
  • Dann je nach Interesse weitere Kurse um MS zu lernen

b. Weitere Hinweise / Tipps

  • Vorteil: Teilnehmer müssen sich nicht so lange verpflichten (ähnliche Länge wie ein normaler Tanzkurs in der Tanzschule)
  • Sofortige Einbindung in den Club

c. Ansprechpartner

Wuffi Daiss: president@eaasdc.eu

2. Dance Parties

a. Konzept

  • In den USA zum Teil sehr erfolgreich
  • 3-4 Stunden Tanzen ohne Vorkenntnisse
  • Ziel: eine Gruppe von Nichttänzern mit einfacher Choreo in Bewegung bringen. Spaß steht im Vordergrund

b. Weitere Hinweise / Tipps

  • Musik passend zur Zielgruppe / Thema des Abends auswählen (es kann hilfreich sein sich ein Motto zu geben)
  • Einfache Choreographie
  • Einen positiven Eindruck bei den Tänzern vermitteln

c. Ansprechpartner

Philipp Aff: Philipp.aff@gmx.de

Allgemeine Hinweise

Werbung

  • Zielgruppengerecht werben!!!
    • Jugend: Sport und Spaß unterstreichen
    • Mittleres Alter: Ausgleich zum Job in netter Gesellschaft, gleichzeitig gesunde Bewegung
    • Höheres Alter: Gelenkschonender Sport mit integriertem Gedächtnistraining
  • Alle Werbemittel nutzen: Zeitung, Flyer, Aufführungen, Social Media
  • Moderne Beschreibung der Tanzart wählen:
    • Nicht unbedingt: „SD ist ein amerikanischer Volkstanz, der jeweils mit 4 Paaren getanzt wird…“
    • Sport, Gemeinschaft und Gedächtnistraining: alles in einem! Und das auch noch zu Musik!
    • HIIT (high intensity intervall training) ist nichts für dich? Wie wäre es mit LISS (low intensity steady state) und das auch noch in Gemeinschaft und zu Musik?
    • Lust zu Tanzen? Aber keinen Tanzpartner? Und auch keine Lust wochenlang die gleiche Choreo auswendig zu lernen? Dann komm doch zum SD / Round / Cloggen / Contra!
    • „SD is real time social puzzle solving”

Clubleben

  • Eine schnelle Integration der „Neuen“ ist besonders wichtig! Je mehr sich neue Mitglieder mit dem Verein identifizieren und sich gut aufgehoben fühlen, desto wahrscheinlicher, dass sie dabei bleiben.
  • Startzeiten beachten
    • Schüler können unter der Woche nicht bis 22 Uhr an einem Clubabend teilnehmen
    • Studenten sind im September oft noch in den Semesterferien
  • Nicht jeder schafft es jede Woche zum Clubabend
    • Vor allem Berufseinsteiger etc. werden es nicht jede Woche zum Clubabend schaffen
    • Trotzdem sollten sie sich im Club willkommen fühlen und sich nicht „schuldig“ fühlen müssen, wenn sie mal fehlen
  • Allgemein sollte der Club bereit sein Kompromisse einzugehen und bei Wünschen und Fragen der neuen Mitglieder offen zu reagieren.

Formales

  • IMMER: GEMA-Richtlinien beachten!
    Im Zweifel beim GEMA-Komitee nachfragen
    Kontakt: Jürgen R. Weissenborn gema.events@eaasdc.eu

Bei Fragen und Anmerkungen wende dich bitte an youth@eaasdc.eu

Wir vermitteln gerne auch Kontakt zu Vereinen, die schon Erfahrungen mit diesen Konzepten gesammelt haben.
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