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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam ein nie zuvor gesehener Verfall über den amerikanischen Tanz. Quadrillen und Contras starben aus, die Leute latschten im "two-step" durch den Walzer und vergassen die Polka. Der Schottische überlebte bei High School Parties als eine ziemlich wüste Sache namens "barn dance" (Tanz in der Scheune). Echter Square Dance, die zur Einheit gewordene Vielfalt, war fast verschwunden. In ländlichen Gemeinden der landwirtschaftlichen Gegenden, wo es bewirtschaftete Gutshöfe gab, da wurden noch Square Dances getanzt. Aber die Caller die sich noch daran erinnerten, was ihre Väter getan hatten, erinnerten sich äusserst ungenau, und ihr Repertoire wurde immer begrenzter. Sie vergassen auch das Prompten und schliesslich callten sie gleichzeitig mit der Aktion anstatt voraus. Die Musik wurde immer elender, die Caller immer weniger verständlich. Der eigenständige Stil ging verloren. Die Haltung und Leichtigkeit von Kentucky, der stolze Schwung von New Hampshire, all dies verschwand. Beim Paartanz versuchte man verzweifelt die Situation zu ändern, mit einigen beängstigenden Ergebnissen. Aber kaum jemand schien daran interessiert Square Dance wieder aus der Gosse zu holen, wo er buchstäblich in Vergessenheit versank. In einigen Gebieten bekam er einen derart schlechten Ruf, der auch durch nette Leute nicht überwunden werden konnte. Doch in einigen ruhigen Ecken wie New Hampshire und Teilen von Texas brannte das Licht ohne viel Geflacker weiter. Mr. Henry Ford verbrachte seinen Urlaub gewöhnlich im Wayside Inn in Sudbury, Massachusetts. Dort weckte das Tanzprogramm des Tanzmeister Benjamin Lovett sein Interesse. Dieses Programm enthielt die Gavotte, Mazurkas, Schottische, das Menuett, den Virginia Reel und andere Square und Round Dances. Mr. Ford versuchte Mr. Lovett einzustellen. Dieser lehnte jedoch ab, da er einen festen Vertrag mit dem Inn hatte. Kein Problem für den Multimillionär Ford. Er kaufte kurzerhand das Inn, mitsamt des Vertrages und nahm Mr. Lovett mit zurück nach Detroit. Mr. Ford etablierte im Gebiet von Detroit ein breites Programm zum Lernen von Square und Round Dances. Dazu gehörten auch Radiosendungen und Lehrprogramme für Schulen. Mr. und Mrs. Ford bauten eine wunderschöne Tanzhalle in Greenfield Village in Dearborn, Michigan, und nannten sie Lovett-Hall. Sie wird bis heute benutzt.
1926 veröffentlichten die Fords und Mr. Lovett ein Buch mit Anregungen und Material für alle, die sich solche Unterstützung wünschten. Auf dem Einband ihres Buches stand: "GUTEN MORGEN, Es war ein Buch von unschätzbarem Wert. Lest einmal das Inhaltsverzeichnis der dritten Auflage von "Guten Morgen" (1931). Alles ist da, wunderbar beschrieben, die Musik notiert: 4 Quadrillen und die fünfteilige Singing Quadrille, die Standard Lancers, 13 Singing Squares, 3 Mixers, 6 Contras, 11 Rounds, einschliesslich eines Menuetts, eines Walzermenuetts und einer Gavotte. Es ist eine vorzügliche Sammlung, mit grosser Liebe zur Qualität ausgewählt. Das Einzige was fehlte, war der grossartige Square Dance des Westens mit seinen "single-visitor"-Figuren, seinen "do-si-do"-Refrains und seinen wunderbaren Patter Calls. Dieses kleine Buch war die Inspiration vieler Leute, die verzweifelt auf solches Material gewartet hatten. Sie stürzten sich darauf. Einer der Leute die sich darauf stürzten war ein junger Schuldirektor aus Colorado, namens Lloyd Shaw. |
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| Erstfassung: 25. Juni 1999, Letzte Änderung 14. Januar 2025 |