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Während sich in England die Country Tänze in einer grossen
Zahl entwickelten, sorgten in Frankreich die gleichen primitiven Choral Tänze für eine
ganz andere und weniger lebhafte Tanzform. Der englische Tanz wurde vom Volkstanz zu einem
gesellschaftlichen Tanz der Aristokratie. Der französische Tanz verbreitete sich vom
Königshof aus in das Volk. Dies sorgte sicherlich für eine weitere Facette im gemeinsamen
Erbe, das wir heutzutage betrachten können.
Die Franzosen hatten einen Rundtanz, der "Branle" genannt
wurde. Er war dem heutigen Round Dance ähnlich und wurde von Paaren in einem Kreis getanzt.
Dieser Tanz wurde bei den Aristokraten gesellschaftsfähig, lange bevor unsere Geschichte
beginnt. Auf mittelalterlichem Wandschmuck sind Bilder erhalten, auf denen Reihen von elegant
gekleideten Paaren diese Tänze in festlichen Sälen tanzen. Im 17. Jahrhundert begann
jeder Ball mit einer Serie von drei Branles : ein "Branle Double" für die
älteren Tänzer, ein "Branle Simple" für die jüngeren, verheirateten
Paare und ein "Branle Gay" für die Jugend. Ferner gab es auch einen wahren Round
Dance, bei dem sich die Paare frei durch den Raum bewegten, das Menuett.
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